Wir empfehlen über 600 Pflanzenarten für mindestens eine Region der Schweiz. Unsere Kriterien haben wir gemeinsam mit Info Flora und Pro Natura entwickelt, um garantieren zu können, dass Sie mit den Pflanzen, die Ihnen Floretia empfiehlt, garantiert etwas Gutes für die Biodiversität bewirken. Folgende Standards sind dabei entstanden:

Floretia-Pflanzen sind oder waren in Ihrer Region heimisch
Alle Pflanzen, die wir Ihnen vorschlagen, kommen oder kamen in Ihrer Umgebung wild vor. Allzu seltene und zerstreut verbreitete Arten haben wir ausgeschlossen, weil wir nicht wissen, wie nahe ihre Restbestände miteinander verwandt sind. Wir wollen schliesslich nicht zum Aussterben einer Unterart beitragen, indem wir standortfremde Artgenossinnen in ihre Nähe bringen, die sie verdrängen könnten. Eine Ausnahme machen wir hier für einige wenige Arten wie die Acker-Ringelblume, die mit der Intensivierung der Landwirtschaft fast überall ausgestorben sind und die wir zur Wiederansiedlung empfehlen.

Floretia-Pflanzen sind nicht mit synthetischen Pestiziden belastet
Wenn wir Lebensräume für Insekten schaffen möchten, können wir keine Pflanzen zulassen, die Insekten töten. Alle Pflanzen, die wir empfehlen, sind nicht pestizidbelastet. Die meisten von uns empfohlenen AnbieterInnen halten für ihre Wildpflanzen-Linien die Bio-Suisse-Richtlinien ein, viele tragen auch das Bio-Label. Wir verzichten aber vorerst bewusst auf die Anforderung, dass der ganze Betrieb Bio sein muss. Die Umstellung auf Bio ist ein grosser Schritt, der viel Aufwand und Planung bedeutet. Wir möchten hingegen möglichst vielen Betrieben einen unkomplizierten Einstieg in den Verkauf von Wildpflanzen bieten, damit Wildpflanzen in den Gärten möglichst bald vom Nischenprodukt zum Normalfall werden. Und wenn ein Betrieb schon erfolgreich Wildpflanzen ohne Pestizide zieht, fällt ihm eine spätere Umstellung auf Bio deutlich leichter.

 

Die biogeographischen Regionen der Schweiz, nach denen wir unsere Empfehlungen ausrichten. Quelle: Bundesamt für Umwelt (2001).

 

Floretia-Pflanzen wurden in Ihrer Region gesammelt
Jede Pflanzenart passt sich evolutionär an ihre Umwelt an. Eine Witwenblume im Mittelland kommt in der Regel besser mit Frühlingsfrösten und trockenen Sommern zurecht als ihre Cousinen in den Hochalpen. Diese wiederum überleben kalte Winter besser und blühen später, weil auch ihre Bestäuber später auftreten. Viele dieser Anpassungen tragen die Pflanzen in ihren Genen weiter – aber bei den meisten Arten wissen wir leider nicht genau, welche. Der Einsatz von Pflanzen aus der Region ist die sicherste Lösung, um genetische Unterschiede zu bewahren und möglichst standortgerechte Pflanzen in Ihren Garten zu bringen.
Deshalb haben wir von jedem Betrieb zu jeder Pflanzenart eine Herkunftsangabe verlangt. So können wir Ihnen genau sagen, welche Betriebe Pflanzen aus Ihrer Region verkaufen. Wir orientieren uns dabei an den sechs Grossregionen von Info Flora. Auch Pflanzen, die in einer Gärtnerei das Floretia-Logo tragen, stammen aus jener Region, in der die Gärtnerei steht.