Passend zu «Mission B» von SRF, RSI, RTR und RTS wurde der Verein Floretia ins Leben gerufen. Floretias Ziel ist, dass es allen Menschen, ungeachtet ihres Vorwissens und ihres Budgets, möglich ist, eine naturnahe Fläche zu schaffen. Über den Verein mitbestimmen können ausschliesslich die drei Gründungsmitglieder, der amtierende Vorstand sowie gemeinnützige Organisationen, die die Ziele des Vereins teilen. Damit stellen wir sicher, dass Floretia nicht für kommerzielle Zwecke missbraucht werden kann.

Die Onlineplattform war eine Idee von Daniel Ballmer, Umweltwissenschaftler und heute Geschäftsleiter des Vereins. Die Idee entstand bereits 2016.

Die Erstellung der Onlineplattform Floretia wurde grosszügig unterstützt vom Bundesamt für Umwelt, dem Kanton Aargau, dem Lotteriefonds des Kantons Bern, der Ernst Göhner Stiftung und der Stiftung Temperatio.

Fachlich arbeiten wir zusammen mit Info Flora, iGarten, Vogelwarte, Pro Natura, Bioterra, BirdLife Schweiz, der Abteilung Umwelt des Kantons Aargau, Grün Stadt Zürich, Regioflora, Jardin Suisse, dem Forum Biodiversität sowie mit zahlreichen weiteren Organisationen, ExpertInnen und Betrieben. Eine wertvolle Starthilfe für das Projekt leistete der WWF-Ableger differencelab.

 

bild: timo orubolo /www.orubolo.ch

Daniel Ballmer
Idee und Geschäftsleitung

Seit Daniel denken kann, ist jeder Moment in der Natur eine Entdeckungsreise für ihn. Schon in der Primarschule kannte er jeden Vogel beim Namen. Später, im Gymnasium, schaffte er es zwei Jahre nacheinander ins Schweizer Team für die Internationale Biologie-Olympiade. Anschliessend machte er in Zürich seinen Bachelor in Politikwissenschaft und Biologie und arbeitete nebenher in der Kommunikationsabteilung des Jurapark Aargau. Während dieser Zeit reifte in ihm die Idee für die Onlineplattform Floretia, die er von da an laufend weiterentwickelte, zunächst unter dem Arbeitstitel mein-naturgarten.ch.

Mittlerweile hat Daniel einen Masterabschluss in Umweltwissenschaften und setzt seine Idee hauptberuflich um. Nebenher arbeitet er seit Anfang 2019 für die Zürcher Filmproduktionsfirma Lucky Film. Daniel spielt in seiner Freizeit leidenschaftlich Improvisationstheater und sitzt für die Grünen im Aarauer Einwohnerrat.

 

Bild: Aline Lüscher

Aline Lüscher
Vereinspräsidentin

Einen grossen Teil ihrer Freizeit verbringt Aline in der Natur, begleitet von ihren beiden Hunden. So waren es auch vor allem die Tiere, die ihr die Augen für deren Lebensräume und damit die Pflanzen öffneten. Neben ihrem Studium im Umweltingenieurwesen an der ZHAW Wädenswil ist Aline als Ausstellungsführerin im Naturama Aarau angestellt und freut sich, ihr Wissen praktisch anwenden zu können und sich mit einem vielfältigen Team auszutauschen. Ausserdem absolvierte Aline eine Hundetrainerausbildung und arbeitet nun mit verschiedenen Mensch-Hund-Teams.

Entsprechend ihrer Vertiefungsrichtung «Biologische Landwirtschaft und Hortikultur» begeistert sich Aline besonders für Nutzgärten und die Förderung der Biodiversität durch alte Sorten. Sie will ihre Mitmenschen ermutigen, mit dem Gemüseanbau im eigenen Garten oder auf dem Balkon zu experimentieren. Denn wenig macht glücklicher, als selbst gezogenes Gemüse zu ernten.

 

Dr. Eva Inderwildi
Vertreterin BirdLife Schweiz

Die Faszination für Pflanzen und Tiere war schon vor ihrem Biologiestudium da: Regelmässig kam Eva zu spät im Kindergarten an, weil es unterwegs am Wegrand zu viel zu beobachten gab. Heute arbeitet sie bei BirdLife Schweiz und setzt sich für die Vögel und ihre Lebensräume ein. In ihrer Freizeit ist sie ehrenamtlich im Fledermausschutz tätig, erkundigt die Natur auf Wanderungen oder in nächster Nähe im Garten. Diesen versucht sie nach und nach immer biodiversitätsfreundlicher zu gestalten, um möglichst vielen einheimischen Pflanzen und Tieren einen Lebensraum zu bieten.

 

Veronika Kraus
Vertreterin Bioterra

Die Kultivierung von heimischen Stauden ist spannend und vielseitig, deshalb treibt sie Veronika mit viel Freude als Betriebsleiterin der Stiftung Wildstaudengärtnerei Höfli voran. Die Vermehrung von Wildpflanzen und die Ausbildungen von Jugendlichen bietet ihr die Möglichkeit, ihre beiden Berufe miteinander zu verbinden (Dipl. Ing. Landschaftsplanung, Erzieherin). Der Erfahrungsaustausch und die strategische Planung in der Fachgruppe der Biogärtnereien im Verband Bioterra ist Veronika wichtig. Veronikas Schaugarten und das umliegende Gelände unterliegen einer fortwährenden Dynamik. Der Naturgarten ist keine Einbauküche, sondern entwickelt sich ständig weiter. Er ist der Blockbuster unter den Grünflächen. Veronika freut sich über die wachsende Beliebtheit der Wildpflanzen. Ihre Kunden sind interessiert, engagiert und informiert. Sie haben sich auf den Weg gemacht aktiv zur Vermehrung der Biodiversität beizutragen. Mehr zum Stift Höfli: www.wildstauden-gaertnerei.ch

 

Dr. Johanna Häckermann
Vertreterin naturama Aargau

Johanna Häckermann befasst sich seit über 15 Jahren mit alternativen Lösungen zu chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln. Während ihrer elfjährigen Tätigkeit bei der Andermatt Biocontrol zeichnete war sie vorerst als Produktionsleiterin verantwortlich für die Herstellung biologischer Pflanzenschutzmittel und baute anschliessend die Biocontrol Academy auf, eine Weiterbildungsabteilung für die Vermittlung rund um die Anwendung von biologischen Pflanzenschutzmitteln und organischen Düngern. Als Leiterin des Bereiches Bildung, Naturförderung und Nachhaltigkeit des naturama gibt sie gemeinsam mit ihrem Team der Natur eine Stimme. Sensibilisierung für die Biodiversität im Siedlungsraum, Unterrichtmaterialien für den Naturunterreicht sowie Projekte rund um die Ziele der Agenda 2030 für eine nachhaltige Entwicklung sind Themen ihres Aufgabenbereiches.

 

Petra Horch
Vertreterin Schweizerische Vogelwarte Sempach

Als Projektleiterin «Förderung der Vogelwelt» leitet Petra Projekte, die bestehende Lebensräume für bedrohte Vogelarten aufwerten oder neue schaffen. Die Landschaftsarchitektin HTL setzt sich im Besonderen auch für einen naturfreundlichen und lebendigen Siedlungsraum ein, beispielhaft mit den naturnahen Aussenanlagen der Vogelwarte. Petra ist überzeugt, dass Zugang zur Natur und Naturerlebnisse vor der Haustür für die Bevölkerung in der Schweiz entscheidend für ihre Lebensqualität sind und das Bedürfnis danach in Zukunft wachsen wird. Floretia schafft für Petra die Verbindung zwischen Förderungsziel (vogelfreundliche Gärten) und den Mitteln, dieses Ziel zu erreichen (welche Pflanzenarten sind wichtig für Vögel). Damit – so hofft Petra – können auch Verantwortliche für den Grünraum bei Gemeinden und Städten sowie Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer für naturfreundliche Aussenräume, Parks, Friedhöfe, Gärten, Balkone und Terrassen oder begrünte Dächer und Fassaden aktiv werden, ohne dass sie bereits über gute Kenntnisse der einheimischen Pflanzen verfügen.

 

Bild: Claudio Sedivy

Dr. Claudio Sedivy
Vorstandsmitglied

Claudio wuchs im Zürcher Seefeld auf. Schon als kleines Kind war er fasziniert von allem, was so kreucht und fleucht. Nach abgeschlossener Matura am Gymnasium Hohe Promenade war für ihn klar, dass ich Biologie studieren würde. Mine Studienzeit an der ETH finanzierte er sich als Exkursionsleiter für Botanik-Studenten. Mit seinem Expertenwissen über die heimische Flora lernte er während seiner Masterarbeit die Wildbienen kennen, die er unter anderem auf Forschungsreisen nach Griechenland, Israel und Jordanien erforschte. 2007 schloss Claudio sein Studium mit einer Masterarbeit mit dem Schwerpunkt Evolution der Blütenpräferenzen der Wildbienen mit Auszeichnung ab. Bis 2012 erforschte er für seine Dissertation weitere Geheimnisse dieser damals noch recht unbekannten Insekten und erkannte, welchen Wert diese kleinen Tiere für uns Menschen haben. 2013 gewann Claudio gemeinsam mit Studienfreund Thomas Strobl das HUB Fellowship for a Green Economy vom WWF und gründete die Firma Wildbiene + Partner. Seither wuchs die Firma rasant, fand diverse Investoren und beschäftigt heute 30 Mitarbeiter in vier Ländern. Claudio ist heute Verwaltungsrat und Mitglied der Geschäftsleitung der Wildbiene + Partner AG.

 

 

Trägerschaft

Verschiedene gemeinnützige Organisationen wurden für die Trägerschaft angefragt. Folgende sind ihr bereits beigetreten:

Bioterra

BirdLife Schweiz

 

Finanzierung

Folgenden Institutionen verdanken wir die Finanzierung unserer Onlineplattform: